Im Auftrag der Gesundheit unterwegs

Alukoffer, Kamera, Kittel und Taschenlampe. Die Ausrüstung von Ulrich Jander lässt zunächst nichts Gutes vermuten. Doch man täuscht sich. Der Königstädter ist unterwegs im Auftrag der Gesundheit. Wo liegen die Gefahrenquellen in einer Küche. Nicht nur im Bereich der Arbeitssicherheit, sondern vor allem was die Hygienevorschriften betreffen.

Immer mehr Betriebe gehen dazu über, sich freiwilligen Kontrollen zu unterziehen und sich zertifizieren zu lassen. An diesem Freitag ist es die Senterra-Pflegeresidenz in Rüsselsheim, die sich Janders Kontrolle unterzieht und nach außen zeigen möchte, dass ihre Küche den Hygienestandards entspricht. Obwohl der Gesetzgeber jährliche Hygiene-Schulungen vorschreibt, sieht der auch aus dem Fernsehen bekannte „Checker“ oft Dinge, die man lieber nicht sehen möchte und die sich dem Auge eines Besuchers nicht offenbaren. Bei Janders Kontrollen, die sich an den Rechtsvorschriften orientieren, liegt die Durchfallquote bei etwa 25 Prozent. Hat der Betrieb die Prüfung bestanden, erhält er ein Zertifikat, aus dem hervorgeht, dass das Hygienesystem eingeführt ist und außerdem einen Smiley für Qualität und Sauberkeit.

Bekanntes Gesicht

Vielen dürfte Ulrich Jander bekannt sein, denn im Auftrag einiger Sender testete er bereits die Sicherheit und Hygiene in Ferienanlagen. Ausgestatt mit seiner Ausrüstung machte er sich nun auf in der Pflegeresidenz und warf zunächst einen Rundumblick in die Küche, bevor er detailliert zu arbeiten begann. Ein Blick unter die Arbeitsablagen und Schränke und ein Test mit dem Finger, ob die Dunstabzugshaube gereinigt ist. Auch Arbeitsgeräte wie die Kippbratpfanne oder der Kombi-Dämpfer werden in Augenschein genommen, schließlich sollen die Küchenmitarbeiter keinen Risiken bei ihrer Tätigkeit ausgesetzt werden. Mit einem Wattestäbchen entnimmt er einen Abstrich von einem Schneidebrett, um mittels eines Bakterienmessgerätes die Werte zu ermitteln. Beim Blick in den Kühlschrank wird nicht nur die Lagerung der Lebensmittel überprüft, sondern auch die Kühlanlage gecheckt.

„Was machen sie, wenn die Pfanne brennt“, lautet die Frage an den Azubi und während Jander auf die Antwort wartet, schweift sein Blick zur Mitarbeiterin in die Spülküche. In der Küche Schmuck zu tragen, steigert nicht nur die Verletzungsgefahr, sondern gefährdet die Hygiene, denn gerade unter Ringen können sich Bakterien ansiedeln, die sich verbreiten können. 150 Punkte umfasst Ulrich Janders Check und am Ende geht ein dickes Lob an Küchenchef Thomas Schwedler, der „alles voll im Griff“ hat. Auch der Leiter des Hauses, Dieter Kral, freut sich über die Zertifizierung und den Gastro-Smiley, den er von Ulrich Jander überreicht bekommt.

Urlaub macht dieser übrigens am liebsten mit seinem Wohnmobil und nicht in Hotels…

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