Sicherheitsexperte klaut auf Bestellung

 

Der Gast ist geschockt, der Direktor peinlich berührt - Diebstahl im Hotel ist eine unangenehme Sache. Abgesehen von dem hohen materiellen Schaden - Experten sprechen von jährlichen Verlusten in Milliardenhöhe - bedeutet jeder Diebstahl auch einen Imageverlust für das Hotel. Doch wie kann man Diebstähle verhindern oder zumindest verringern? Eine Möglichkeit, sein Hotel vor Dieben zu schützen, ist es zunächst einmal auf mögliche Schwachstellen und Sicherheitsmängel hin überprüfen zu lassen. Die Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel (GQH) bietet dafür den so genannten „Mystery Guest Check“ an.

 

Dabei betritt Sicherheitsexperte Ulrich Jander mit einer versteckten Kamera, die in einem Kugelschreiber eingebaut ist, das Hotel und versucht, soviel wie möglich mitgehen zu lassen. Sein Vorgehen dokumentiert er mit Hilfe der Mini-Kamera. Bei seinen Diebestouren ist Jander erschreckend erfolgreich. Viele Hoteliers sind, wenn sie mit den Bildern der Taten konfrontiert werden, entsetzt, wie einfach sie und die Gäste es den Tätern zum Teil machen. Dabei stiehlt Jander alles, was nicht niet- und nagelfest ist: Angefangen vom Aschenbecher bis hin zum kompletten Tresor, den er ausbaut und wegschafft. Man würde es nicht glauben, aber die Kamerabilder belegen es.

 

„Wenn man selbstbewusst und überzeugend auftritt, sind die meisten Hotelmitarbeiter schnell davon zu überzeugen, dass hier alles seine Richtigkeit hat und zum Beispiel das TV-Gerät im Gästezimmer wirklich zur Reparatur muss“, verrät Ulrich Jander sein Erfolgsrezept. Zimmermädchen verscheucht der Sicherheitsexperte gerne schon mal, in dem er anfängt sich auszuziehen und der Begründung, er wolle jetzt duschen.

 

In der letzten Zeit wird Jander von seinen Kunden immer häufiger beauftragt, nicht nur die Gästezimmer als mögliches Einbruchsziel zu checken, sondern auch den Tagungsbereich. Hier kommen meist hochwertige Technik und nicht selten auch sensible Daten zum Einsatz. „Gerade elektronische Geräte sind bei Dieben sehr beliebt, weil sie sich in der Regel sehr gut verkaufen lassen“, weiß Ulrich Jander. Doch auch interne Firmendaten, die zum Beispiel auf dem Laptop gespeichert sind, finden Abnehmer. Und dieser Schaden wird von keiner Versicherung ersetzt. Deshalb empfiehlt der Sicherheitsexperte, die Tagungsräume in den Pausen immer zu verschließen und technische Geräte nie unbeaufsichtigt zu lassen. Den Dieben werde es häufig einfach zu leicht gemacht.

 

Zwar weiß auch Ulrich Jander, dass man Diebstähle in Hotels nicht völlig verhindern kann: „Ein Hotel ist ein öffentlich zugängliches Gebäude in dem zahlreiche Menschen aus- und eingehen. Das kann man nicht zu einer Festung ausbauen.“ Doch schon durch mehr Sorgfalt der Mitarbeiter und ein gesundes Misstrauen würden sich viele Diebstähle verhindern lassen. Der Mystery Guest Check ist der erste Schritt, um die Schwachstellen aufzudecken und sein Hotel sicherer zu machen. Im zweiten Schritt sollte eine entsprechende Schulung der Angestellten erfolgen. Auch diese Seminare werden von der GQH angeboten.

 

Nähere Informationen zum Angebot des Mystery Guest Check gibt es unter der Telefonnummer 06142-31581 und im Internet unter www.gqh-hotel.de

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