Mallorca Hotelsicherheit

 

Ein Mann nimmt sich einen Koffer aus der Eingangshalle und verlässt das Hotel. Doch das Reisegepäck gehört nicht ihm. Er bekommt einen Zimmerschlüssel an der Rezeption ausgehändigt, obwohl er in diesem Hotel überhaupt kein Gast ist. Und auch wir bekommen Zugang zu einem Hotelzimmer, in dem wir nie sein dürften, denn es ist nicht unseres. Auf Mallorca haben nicht nur Hotels Hauptsaison, sondern auch Diebe. Während sich die Touristen am Strand oder in Discotheken vergnügen, greifen die Langfinger zu. Vor drei Tagen wurden Alex und Manuela ausgeraubt - auf ihrem eigenen Hotelzimmer.

Als Tourist gekleidet, macht der Sicherheitsexperte Ulrich Jander für EXPLOSIV den Test: Wie leicht ist es in den Hotelanlagen auf Mallorca, an fremdes Gut zu kommen? Beim ersten Versuch befindet sich Ulrich Jander in der Lobby eines Vier-Sterne-Hotels. Gegenüber der Rezeption entdecken wir unbeaufsichtigte Gepäckstücke. Ulrich Jander nimmt sich einen Koffer und verlässt das Hotel. Als wir den Koffer an die Rezeption zurückbringen und nachfragen, fühlt sich der Angestellte für das Gepäck seiner Gäste nicht verantwortlich und hat eine gute Ausrede parat: "Man könnte das Problem lösen wie in anderen Ländern. Dort wird gegen eine Gebühr auf das Gepäck aufgepasst. Doch hier wollen die Leute nicht zahlen."
Als nächstes testen wir ein Drei-Sterne-Hotel. Dort müssen die Leute keine Koffergebühren zahlen, denn es gibt ja einen Gepäckraum. Hier sind die Koffer sicher verschlossen - könnte man meinen. Denn ohne Probleme und Nachfragen bekommen wir den Schlüssel ausgehändigt. Auch hier nehmen wir uns ein beliebiges Gepäckstück und verlassen das Hotel, ohne aufgehalten zu werden. Als wir die Reisetasche zurückgeben und wissen wollen, wie so etwas passieren kann, bekommen wir eine Abfuhr.

Fremde Koffer zu stehlen, scheint eine Leichtigkeit zu sein. Schwieriger wird es wohl sein, auf ein fremdes Hotelzimmer zu kommen. Der dritte Versuch: In einer Vier-Sterne-Residenz bitten wir die Reinigungsfrau, uns ein Zimmer aufzuschließen. Und auch das klappt ohne Probleme. Hier haben wir freie Auswahl: Zwischen einer Kamera, Bargeld und einem Handy.
Um die Dreistigkeit noch zu überbieten, gehen wir im vierten Versuch direkt an die Rezeption und verlangen einen fremden Zimmerschlüssel. Wir sind selbst überrascht, denn wir werden noch nicht einmal nach unserem Namen gefragt. Doch wir bekommen immer das Gleiche zu hören: Normalerweise passiert so etwas nicht.
Auf die Hotels und ihre Sicherheit kann man sich offensichtlich nicht verlassen. Diese Erfahrung mussten Alex und Manuela machen, als all ihre Papiere mitsamt dem Safe geklaut wurden. Deswegen rät der Sicherheitsexperte zu weiteren Vorsichtsmaßnahmen: Am besten deponieren Sie Ihre Wertsachen nicht auf dem Zimmer, sondern geben sie in den Hotelsafe an der Rezeption. Damit stehen die Chancen gut, dass sie ihren Urlaub ohne böse Überraschungen genießen können.

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