Keine Keime im Hotel

 

 

„Es gibt Hotels, da sind die Toiletten sauberer als die Küche “, berichtet Ulrich Jander vom Fachverband für Qualität in Hotels, Krankenhäusern und Alten­heimen (FQH)in Rüsselsheim. Das müsse nicht heißen, dass in der Küche nicht auf Sau­berkeit geachtet wird, doch vielfach werde unterschätzt, dass auf einer

Küchenar­beitsfläche mehr Keime vor­handen sein können als auf einem WC-Sitz. Folge: Etwa 200.000  Erkrankungen, die laut Weltgesundheits­organisation pro Jahr in Deutschland durch verdorbe­ne Lebensmittel gemeldet werden.

Abhilfe verspricht jetzt ein neues Testverfahren aus der Schweiz, das Jander bereits bei Hygienechecks im Rahmen seiner Zertifizierungen erfolgreich aus­probiert haben will. Das elektroni­sche Messgerät könne überall dort benutzt werden, wo Bakterien und organische Rückstände ver­mutet werden. Innerhalb weniger Sekunden liege das Ergebnis vor. Schwachstellen könnten so schnell aufgedeckt und auch sofort beho­ben werden“, erklärt Jander. Der Lerneffekt sei um ein Vielfaches größer, weil man auch bei einer direkten Nachkontrolle sofort den Erfolg von Reinigungs- oder Desinfektionsmaßnahmen zeigen könnte. Ein Problem bei

 

Hygie­nekontrollen durch die Behör­den war bislang, dass man immer erst einige Tage nach der Probenentnahme das Ergebnis erfahren konnte. So lange dauerte es, bis das Labor die Proben exakt ana­lysiert hatte und das Ergebnis lie­fern konnte. Nicht selten war es für die Betroffenen nach dieser Zeitspanne kaum nachvollzieh­bar, was im Hygiene-Management genau falsch gelaufen war.

Ein paar Keime seien zwar noch kein Grund zur Sorge, weiß Jander. Doch die Menge der Erreger sei entscheidend. Wo es feucht und warm ist, überleben sie laut Jander länger und kön­nen sich rasant vermehren. Deshalb solle man Arbeits­flächen und Geräte in der Küche sorgfältig reinigen. Für die Küchenhygiene sei häufiges Zwischenreinigen ein Muss. Reinigungstücher sollte man täglich erneuern, Auftauwasser von Fleisch und Geflügel sofort entsor­gen und damit in Berührung gekommene Gegenstände reinigen. Ansonsten gelte:

Hände waschen.

 

Wer einige Maßnahmen wie diese beachtet, braucht in der Regel kei­ne Angst vor Hygienekontrollen zu haben, sagt Jander. Deren Tes­ter aus der Schweiz kommt auch den letzten Keimen auf die Spur.

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